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Inklusion

Tischkicker

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Wir nehmen teil am Leben

Der Begriff der Inklusion begleitet uns verstärkt in den letzten Jahren, nachdem die Vereinten Nationen am 3. Mai 2008 ein Menschenrechtsübereinkommen über die Rechte behinderter Menschen verabschiedet haben: Menschenrechte und Freiheiten sollen allen Menschen, auch denen mit Behinderung zugänglich sein.

Aber was ist jetzt Inklusion und was ist Integration?
Inklusion bedeutet, dass es in der Gesellschaft eine Verschiedenheit der Menschen gibt, die alle gemeinsam zu sehen sind, von denen aber niemand ausgegrenzt werden soll, auch wenn er anders ist. Der Einzelne verschwindet mit seinen Besonderheiten in der Gruppe und erhält auch die gleichen Rechte wie die Personen im Rest der Gruppe.

Integration dagegen bedeutet, dass die Menschen, die anders sind, als Gruppe in die Gemeinschaft einbezogen werden. Um sie jedoch als Gruppe integrieren zu wollen, muss dem ganzen vorausgehen, dass schon vorher eine Besonderheit fest­gestellt worden ist, in dem Fall eine Behinderung.

Wie wende ich aber diese Idee in meiner täglichen Arbeit mit den uns anvertrauten Menschen mit Behinderung an? Wie kann ich als Mitarbeiter dafür sorgen, dass jeder ein Stück weit am normalen Leben teilhaben kann? Und was ist ein normales Leben?

Die Idee »Hilf mir, es selbst zu tun« nach Maria Montessori zieht sich als Idee durch unsere Arbeit. Wer noch irgendwie die Möglichkeit hat, etwas selbst zu tun, soll das auch tun, da die Betreuer nicht nur die sind, die für andere machen. Sie wollen dazu anleiten, dass eine Arbeit selbst ausgeführt wird.

Dazu gehört auch, dass wir gemeinsam mit unseren Menschen mit Behinderung in die »Welt da draußen« gehen. Beispiele dafür haben wir in den letzten Jahren immer wieder vorgestellt, indem wir Höhe­punkte unserer Arbeit in die Bübinger Nachrichten gebracht haben: Letztes Jahr war es das Theater Überzwerg, das uns schon seit mehreren Jahren als kulturelle Einrichtung mit seinen Theaterstücken begleitet. Aber das ist lange nicht alles, was an Aktivitäten durchgeführt wird.

Einkaufen, eine Alltäglichkeit für jeden von uns »Normalos«. Mehrmals pro Woche geht jeder von uns in den Supermarkt oder zum einfachen Einkauf in eine Bäckerei. Genau das wollen wir in den Alltag für viele von unseren Schutz­befohlenen umsetzen, und tun dies auch: Supermarkt als fester Programmpunkt für einige, mindestens einmal pro Woche. Auch genauso leben wir die Inklusion in der gesamten Lebenshilfe Obere Saar e.V. in unserem Arbeitsalltag. Wir arbeiten miteinander und füreinander, alles geschieht Hand in Hand – ob mit oder ohne Behinderung.

Alles in Allem: Wir nehmen teil am Leben.